Webseite von PD Dr. Wolfgang Schindler

Proseminar „Phraseologie“, Winter 2019/2020, Mittwoch 16 – 18, Schelling 3 RG, 209

 

1  Aktuelles

- (17.7.) Unser PS Phraseologie ist so konzipiert:

              Nach einer Einführung meinerseits sollen Ihre Kurz-/Impulsreferate (max. ca. 20-25 Min.) wichtige Themen vorstellen, die wir dann gemeinsam nach Ihrem Referat weiter vertiefen (Fragen, Diskussion usw.). Ich stelle Ihre Beiträge und auch themenzentrierte Handouts meinerseits online, die der Erinnerung und Prüfungsvorbereitung dienen.

              In der letzten Seminarsitzung schreiben wir eine Abschlussklausur zu den gemeinsam behandelten Themen.

 

2  Seminarablauf

2.1  Die Arbeitsgrundlage für dieses PS:

        >>> Bitte laden Sie unser PS-Seminarhandout Phraseologie herunter! <<< 

       >>> Zu einigen Themen sollten Sie einen Blick in meinen Vorlesungstext (unvollendet) werfen <<<

        2.1.1 Empfohlene optionale (freiwillige) Begleitlektüre bzw. zum Nachschlagen:

-          Burger, Harald (2010): Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen. 4. Aufl. Berlin: Erich Schmidt

-          Fleischer, Wolfgang (1997):  Phraseologie der deutschen Gegenwartssprache. 2. durchges. u. erg. Aufl. Tübingen: Niemeyer

-          Lapinskas, Saulius (2013), Zu ausgewählten theoretischen Problemen der deutschen Phraseologie. Ein Lehrbuch für Studierende der Germanistik. Univ. Vilnius.

-          Schindler, Wolfgang (1996): Phraseologismen  und  phraseologische  Bindungsebenen.  Habilitationsschrift  LMU  München, unveröff. 320 S.

            -     Stumpf, Sören (2015): Formelhafte (Ir-)Regularitäten. Frankfurt/M. u. a. Onlineversion hier klicken.

2.1.2 Lexika zum Thema Phraseologismen:

            - Redewendungen-DUDEN (Duden-Reihe Bd. 11, 2013) und ggf. Zitate-DUDEN (Bd. 12, 2011)

            - Webseite von Dr. Stefan Ettinger (ehem. U Augsburg)

2.2  Termine (14+1): 16.10., 23.10., 30.10., 6.11., 13.11., 20.11., 27.11., 4.12., 11.12., 18.12.18 --  8.1.19, 15.1., 22.1., 29.1., Abschlussklausur am 05.02.2019

2.3  Themenplan

Der Themenplan ist nur eine ungefähre Richtschnur! Je nachdem, wie es uns gefällt, werden wir eventuell die Reihenfolge ändern, weitere Themen einführen oder neue gegen unten erwähnte Themen austauschen.

Wenn wir schneller oder langsamer vorankommen, ist das kein Problem. Die Phraseologie ist ein weites Feld.

Wichtig ist es, anhand ausgewählter Teilbereiche zu verstehen, welchen Stellenwert die Phraseologie (bzw. Phraseologizität) im Sprachsystem hat.

     Rot markiert sind vergebene Themen!  In Klammern ReferentInnenanzahl. Die Literaturhinweise (s. auch 2.1.1) sind Tipps, Sie können

     andere Fachliteratur verwenden, auch im PS-Handout (2.1) gibt es Literaturhinweise zu den einzelnen Themen!

16.10.  Einführung, Organisatorisches, Besprechung der Themenabfolge

            Wie erkennen wir Phraseologismen? Textgrundlage: „Adel verblödet“ im PS-Handout (s. oben)

23.10. Fortsetzung der Besprechung von „Adel verblödet“   (Notizen dazu s. oben!)

    &     Phraseologismen: Eigenschaften und Klassifikation

                        1 Was bedeutet „enge Phraseologiekonzeption“, was „weite Phraseologiekonzeption“? Tipp: Burger „30 Jahre …“ (auch unten Punkt 3) 

                        2 Treffen Sie anhand Schindler (1996; online) oder (auch) anderen Quellen eine Ihnen sinnvoll erscheinende Auswahl an Phraseologizitätskriterien und stellen Sie diese vor!

Den weiteren Termin-/Sitzungsplan legen wir in gemeinsamer Absprache fest!

Themen (detaillierter in unserem PS-Handout!):

- Wie bestimmt Mel’cuk (2012) in den Kapiteln 1 & 2 in „Phraseology in the language, in the dictionary, and in the computer“, online: http://olst.ling.umontreal.ca/pdf/yop_2012_0003.final.pdf, die Begriffe free phrase, lexical phraseme, semantic-lexical phraseme, (full, semi-, quasi-)idiom, collocation, cliché, pragmateme (s. auch 2.4 (S. 42) Typology of Phrasemes)? Sie können die technischen Details der Bestimmungen weglassen, die Essenz ist interessant!

- Welche Grobgliederung des Bereichs Phraseologie schlägt Burger (2007) vor?

- Erläutern Sie semantische Klassenbildungen wie „motivierbar“, „teilidiomatisch“, „metaphorisch“, „vollidiomatisch“ (manchmal liest man auch: „partiell exosememisch“, „endo-exo­se­me­misch“, „total exosememisch“), die gelegentlich auf Phraseologismen angewendet werden, um diese zu subklassifizieren!

-  Welchen Theorieansatz verfolgt Dobrovol’skij (1995: Kap. 1)? Stellen Sie kurz den Theorieansatz und dann die Irregularitätsparameter vor (27 ff.)

- Was verstehen Pawley & Syder (1983) unter "nativelike selection" und "nativelike fluency"? Was sind "memorized sentences" und "lexicalized sentence stems"?

- Helmuth Feilke: Common-Sense Kompetenz (1994); Sprache als soziale Gestalt (1996) à „Sprache als Mittel der Kommunikation ist nicht auch idiomatisch, sie ist wesentlich idiomatisch!“ [Es braucht etwas Mut, Feilke schreibt für Spezialisten, aber die Essenz kann man verstehen, und die ist sehr interessant!]

- Was sind Kollokationen?

- Was sind Funktionsverbgefüge?

- Zur Phraseologie des Körperlichen: Somatismen, Kinegramme, Phraseogesten

- Phraseologismen und Geschlecht (Geschlechtsspezifik, vermittelte Stereotypen etc.)

- Binomiale, Paarformeln, Zwillingsformeln

- Phraseoschablonen

- Routineformeln (pragmatische Phraseologismen)

- Sprichwörter und Gemeinplätze (als Subklassen satzwertiger Phraseologismen)

- Kognitive Phraseologieforschung (Diana van Lancker (Sidtis) etc.)

- Phraseographie: Wörterbücher zu Phraseologismen; Struktur eines Lexikonartikels zu einem Phraseologismus. Welche Informationen sollte ein solcher Lexikonartikel enthalten?

- Phraseologismen in der Werbung

-  Phraseologie aus kultursemiotischer Perspektive

 

3  Literatur- und Nachschlagehinweise

    finden Sie im Handout (oben 2.1) und im Verzeichnis meiner Vorlesung „Phraseologie“

- Das im Handout angeführte Werk Saulius Lapinskas (2013) ist in einer Online-Version (PDF) über diesen Link erreichbar:

       - http://www.europhras.org/index.php?option=com_jresearch&view=publication&task=show&id=762&Itemid=66&lang=de

      - Online-Lexikon zur diachronen Phraseologie (Leitung Prof. Dr. Annelies Häcki-Buhofer, U Basel et al.). Inzwischen abgeschlossen?

      - Meine Habilitationsschrift zum Thema Phraseologie (Wolfgang Schindler, 1996, unveröffentlicht)

      - Meine Vorlesung zum Thema Phraseologie (unvollendet)

      - Burger, Harald: 30 Jahre germanistische Phraseologieforschung

      - Dobrovol’skij, Dmitrij (1995): Kognitive Aspekte der Idiom-Semantik. Tübingen

 

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