­­­­­ 

Webseite von PD Dr. Wolfgang Schindler

 

Kandidatenkolloquium "Deutsch als Unterrichtsfach", Winter 2016/17, vierstündig am Dienstag von 10 - 12 und von 16:00 = 16 s.t! - 17:30 Uhr

 

              

1  Aktuelles      

08.02. Ich arbeite schon an der Lösungsskizze zu heute, zu Herbst 16, Thema 1 bzw. zu [Die Herkunft des Worts Glosse] SUBJ gibt P [denjenigen, die darauf Wert legen,] DATO [die schöne Gelegenheit zu zeigen, dass sie Griechisch können] AKKO (<und zwar, Einleitung NACHTRAG> auch dann natürlich, besonders interessant, wenn sie es nicht können). Am wahrscheinlichsten scheint mir, dass das Rundgeklammerte am Ende eine Nachtragskonstruktion (Herausstellung rechts        ) ist. Die Frage ist, worauf genau sich dieser Nachtrag bezieht (auf welche Ebene der Satzhierarchie). Auch die Koordinationslösung mit einem Haufen an Tilgungen ist nicht vom Tisch. Aber ich bin noch nicht durch alle Detailfragen durch und im Moment durch andere Arbeiten blockiert. Die Lösungsskizze kommt in den nächsten Tagen hierher.

31.01. H15-3 zu verklage (Z. 10): Der Kollege hatte recht, verklage ist 1SG.PRÄS.IND, ich habe übersehen, dass ichne zu in(e) verkürzt werden konnte, es würde explizit heißen: ichne verklage si [wen? sie, AKKO] niemer me. Dann: si hat wohl Rückbezug auf verlornen jar, und da verklagen auch ‚zu beklagen aufhörenbedeuten kann (Lexer), heißt das ‚ich höre nicht auf (werde nicht aufhören), sie zu beklagen‘ (Rohform: „ich-NEG höre auf zu beklagen sie nimmer mehr“, die doppelte NEG wird nicht verrechnet).

- Zu böüme > Bäume. Das ist strenggenommen, anders als bein > Bein ([e] > [a]), boum > Baum ([o] > [a]), keine Nukleussenkung, da <ö> > <o> eine Bewegung horizontal-rückwärts ist (also „Umlaut rückabgewickelt“). Alle drei Fälle kann man problemlos mit DIPHTHONGWANDEL erfassen; „Nukleussenkung“ bleibt erlaubt, da es traditionell so (wenn auch nicht ganz präzise) vermittelt wurde.

20.12. Zum Plan der letzten Morphologie-Sitzung im Januar s. unten!

14.12. Zu verlaust: Die Ableitung des Adjektivs verlaust über das Verb verlausen ‚von Läusen befallen werden‘ erscheint mir ökonomischer als eine (ich habe nachgesehen: seltene) Zirkumfigierung von Laus mit ver-…-t, diese ist etwa bei verwitwet ‚zur Witwe geworden‘ plausibel, weil es wohl kein Verb *verwitwen gibt. Verlaust wäre – semantisch passend – ein Resultativum zu verlausen.

     Lösungsskizze zu „verlausten“

13.12. Morphologie AG 1 (und weitere …) am 20.12.!

8.12. Am 13.12. beginnen wir mit den Aufgaben zum Bereich Morphologie!

30.11. Eine Skizze zur Bestimmung von Wort-Fremdheitsmerkmalen (Herbst 15-3)

29.11. Programm für 6.12.: Rest Lautung & Schreibung, dann Morphologie!

22.11. Programm für 29.11. AG 2, AG 3, AG 4 Lautung & Schreibung, ggf. ergänzt um weitere Übungen von meiner Seite

13.11. Lösungsskizze f15-1-Syntax

8.11. Skizze zur Syntax von F15-2-„Nachtwissenschaft“

25.10. Wenn Sie mir Ihre (nach unserer Besprechung überarbeiteten) Lösungsvorschläge zusenden, stelle ich diese gerne hier online. Wenn diese im doc(x)-Format sind, schaue ich sie auch nochmal kurz an, sonst nicht.

18.10. Übungsthema F 2016 Jahrmarkt des Monströsen

            Lösungsskizze F16 Jahrmarkt des Monströsen

            Ebenen der syntaktischen Analyse und Fragestellungen

 

     Anmeldung für mein Kandidatenkolloquium bitte per Mail an mich mit Angabe Ihrer Wunsch-AG (siehe unten Punkt 4.1! Also z. B. AG 3 = H15-3-Erasmus/Owe).

     Gegebenenfalls Teilnahmebeschränkung! Hinweis: Es gibt ein zweites Kandidatenkolloquium für das Unterrichtsfach von Dr. Ute Hofmann.

     Keine Aufnahme von Lehramt Gymnasium! Hierfür gibt es eigene Kandidatenkolloquien (s. bei Dr. Oppenrieder, Dr. Wanzeck)!

 

Lehrveranstaltungsorganisation und -ablauf

2.1  Das Kandidatenkolloquium dient der gezielten Vorbereitung auf die Staatsexamensklausur

          Das KK ist ein „Trainingslager“, das auf dem im Studium erworbenen Fachwissen aufbaut!

          Grundlagenwissen wird vorausgesetzt! Aktive Mitarbeit und ggf. selbständige Beschäftigung mit der Fachliteratur werden erwartet!

 

2.2  Aufbau eines Klausurenthemas

Bei Ihrem schriftlichen Examen können Sie zwischen drei Themen wählen, wobei jedes Thema so aufgebaut ist:

   I. Gegenwartssprachliche Analyse

        A. Text (nhd.)

        B. Obligatorische Aufgaben (Syntax)

        C. Aufgaben (Phonologie/Graphematik/Orthographie; Morphologie; Fremd-/Lehnwort; Textlinguistik; Stilistik)

   II. Sprachgeschichtliche Analysen

        A. Text (mhd. Text entfällt, falls "Thema der neuen Art" = neu, s. unten 4.1)

        B. Aufgaben (Lautung, Schreibung; Morphologie; Syntax; Wortsemantik)

Die syntaktischen Pflichtaufgaben werden gezählt als I.B bzw. I.B.1 und I.B.2.
Die gegenwartssprachlichen Wahlaufgaben (2 aus 4) werden gezählt: I.C.1, I.C.2, I.C.3 und I.C.4.
Die historischen Aufgaben (2 aus 4, bei Themen neuer Art Hinweise beachten, evtl. mehr Fragen zu beantworten) werden gezählt: II.B.1, II.B.2, II.B.3 und II.B.4. 

In unserem Kolloquium bearbeitet jede Arbeitsgruppe - wie im Prüfungsfall - ein Staatsexamensthema und stellt daraus die jeweiligen Aufgaben(lösungen) vor!
Die (Klausur-)Themen finden Sie auf unserer Webseite weiter unten (4.1)!

So gehen wir vor: Wir zerlegen die Aufgaben in thematische Blöcke. Wir beginnen im Semester am 25.10. mit den Aufgaben zur Syntax und Ihren AG-Lösungsvorschlägen.

Am 18.10. besprechen wir die Kursorganisation und Grundsätzliches zur Analyse (bzgl. Syntax, und wenn noch Zeit bleibt, dann bzgl. Morphologie)

Jede Arbeitsgruppe sollte zu Semesterbeginn den Teil I.B. ihres Themas (S. unten 4.1 und AGs) komplett parat haben. Die genaue Besprechungsabfolge nehmen wir zusammen in den Sitzungen vor.
Falls im I.C-Teil auch Syntaktisches enthalten ist, bitte dies ebenfalls vorbereiten!
Voraussichtlich ab 29.11. bearbeiten wir die Aufgaben aus dem Bereich I.C (Lautung/Schreibung) - und so weiter (siehe 3). Sollten wir schneller oder langsamer vorankommen, passen wir während des Semesters die Sitzungs-/Themenfolge in gemeinsamer Absprache an!
Die Aufgaben zum Fremdwortstatus können wir bei Lautung & Schreibung mitbesprechen.

 

Der Sitzungsplan (nachfolgend Punkt 3) gibt an, wann welche Aufgabenbereiche aus den Themen im Kolloquium besprochen werden.

Präsentieren Sie in Ihrer AG zu den Terminen bitte jeweils ei­nen ausgearbeiteten Lösungsvorschlag (z. B. Hand-out, Overhead-Folie, Tafelbild). Ihre Kommiliton/inn/en danken es Ihnen.

Für Kritik, Änderungsvorschläge, Anregungen etc. bin ich offen! – Bei Unklarheit der „Arbeitsanweisungen“ bitte gleich bei mir nachfragen!

 

3   Sitzungsplan • Termine

Der Sitzungsplan ist „Daumen mal Pi“, Abweichungen sind möglich. Die Vorstellung Ihrer Lösungsvorschläge SYNTAX beginnt am 25.10.2016

01          18.10.16         Organisation, Grundsätzliches zur syntaktischen und morphologischen Analyse

02          25.10.             Syntax I

03          08.11.             Syntax II

04          15.11.             Syntax III   vormittags: Syntax AG 1

05          22.11.             Vormittag: Rest Syntax AG 1. Dann: Lautung & Schreibung I (einschließlich Fragen zum Fremdwortstatus)  AG 1 & AG 6

06          29.11.                       Lautung & Schreibung II

07          06.12.               Lautung & Schreibung III

08          13.12.             Morphologie I        AG 4, AG 6

09          20.12.16         Morphologie II      AG 1, AG 3

---------- Jahreswende -----------------------

10          10.01.17         Morphologie III      Rest AG 5, AG 2

11         17.01.              Sprachgeschichte I   AG 1 (B.1 mit B.3)

12         24.01.              Sprachgeschichte II   AG 1 B.4, AG 6

13         31.01.              Sprachgeschichte III: AG 6; AG 3; AG 4 (B.1, B.3, B.4)

14         06.02.              AG 4 (B.2), AG 2 – und dann weitere Fragen, z. B. aus anderen Examensthemen

 

4  Arbeitsgruppen, Kursunterlagen, Tipps, Links

4.1  Staatsexamensklausuren und AGs

Die Bereiche Gegenwartssprache/Sprachgeschichte werden durch zwei Stichwörter bezeichnet, z. B. Limbo/neu ("Neu" = 'Examen der neuen Art', d. h. ohne mhd. Text)

1. Staatsexamen Themen Herbst 2015

Man lese die Kürzel so:  F/H = Frühjahr/Herbst+Jahr-Nummer des Themas (1-3)-Stichwort synchron/Stichwort diachron

 - H15-1-Limbo/neu                                   = AG 1             Emily Bernstorff, Cornelia Schuhbeck (vorläufig „voll“)

    - H15-2-Rousseau/Konrad                       = AG 2             Stefanie, Roither, Cornelia Weber (vorläufig „voll“)

    - H15-3-Erasmus/Owe                              = AG 3             Andreas Bottesch, Martin Wenzel (vorläufig „voll“)


2. Staatsexamen Themen Frühling 2015

    - F15-1-Brei/neu                                       = AG 4             Julia Maier, Julia Wallerus, Samantha Wotke  (vorläufig „voll“)

    - F15-2-Wissenschaft/von Lienz              = AG 5             nicht vergeben

    - F15-3-Soldaten/Ritter                           = AG 6             Michele Knauer

4.2  Links

Tipps zum Bereich Sprachgeschichte/-wandel

    - Unverzichtbar ist das intensive Studium einer mhd. Grammatik. Die Referenz ist: Paul, Hermann (2007): Mittelhochdeutsche Grammatik, 25. Aufl., Tübingen

    - Gelegentlich ist ein Blick in eine frühneuhochdeutsche Grammatik zu empfehlen: Oskar Reichmann, Klaus-Peter Wegera (Hgg.) (1993), Frühneuhochdeutsche Grammatik, Tübingen

    - Zum Erarbeiten und Üben (mit examensrelevanten Aufgaben und Lösungsskizzen): Stricker, St./Bergmann, R./Wich-Reif, C. (2012): Sprachhistorisches Arbeitsbuch zur deutschen Gegenwartssprache. Heidelberg.

    - Einen guten Überblick über die Sprachgeschichte bietet: Schmidt, Wilhelm (Hrsg.) (2007): Geschichte der deutschen Sprache. Ein Lehrbuch für das germanistische Studium. 10. Auflage. Stuttgart.

    - Das professionelle Portal für die Ältere Germanistik: Mediaevum

 

4.3  Optionale Materialien

   - Zum "Fremdwort"

   - Zum Aufkonstruieren eines kleinen Satzes (v. a. Valenz, Rektion, Kongruenz)

   - Zur Interpretation der Fragestellungen zum Thema Satzanalyse

   - Ein bisschen was dazu, wie man bei der syntaktischen Analyse vorgeht (anhand F-11-2).
   -
Eine eigenartige Merkhilfe für die Nummerierung/Systematik der mhd. Verbablautklassen (unorthodox, also "Vorsicht!")


__________________________________________________________________________________________________________                   

Navigation: StartseiteInternational Studierende/ Büro / CharakteristikFunktionen / Infos / Lehre / Links / Schriftenverzeichnis