Webseite von PD Dr. Wolfgang Schindler  

Hauptseminar „Grammatik und Probleme der deutschen Schreibung“, Winter 2018/2019, Donnerstag 16 – 18, 209 RG

 

 

WENWIRHEUTENOCHWIEDIEROEMERSCHREIBENWUERDENDANNSAEHEDASUNGEFAEHRSOAUSALSOONEINTERPUNKTIONOHNEMORPHOLOGISCHESSCHREIBENETCETERA

       Ein Schriftzug, der der antikrömischen Capitalis und der damaligen Scriptio Continua nachempfunden ist.

       Den Unterschied zu heute macht die soziale (kulturelle) Evolution einer Schreibgrammatik.

 

(30.10.)    Überschrift Doppelpunkt Diktat (von Michael Schönen)

     Wie soll ich Dich denn nur erreichen / Komma Geliebte Fragezeichen / Denn ich gestehe Doppelpunkt / Es hat bei mir schon längst gefunkt
                   Punkt Dann ein Absatz Neuer Satz / Laß dich umarmen Komma Schatz / Ausrufezeichen Neue Zeile / Bis ich in Deine Arme eile
                   Komma träum ich nur von Dir / Semikolon Schreibe mir / Punkt Mein Herz Gedankenstrich / es rast und brennt und schlägt für Dich
                   Komma nur für Dich allein / Ausrufezeichen Absatz Dein / Verehrer Klammer auf dann groß / Verwirrt Komma und ruhelos
                   durch Dich Komma Geliebte Du / Ausrufezeichen Klammer zu

 

1  Aktuelles

- (14.12.) (Eine Erinnerung v. a. an mich selbst) Ich/Wir gehe/n dem angesprochenen Aspekt noch nach, inwiefern der Doppelpunkt nach BREDEL syntaktische Konstruktionen löscht. Demnächst oder am 20.12. mehr hierzu.

- (3.12.) Bitte sehen Sie sich kurz das mit Rot Hervorgehobene an (native WaZ; Probleme).

              Suchen Sie zur nativen WaZ mögliche Gegenbeispiele, die zeigen, dass der Regelapparat so nicht stimmt!

              Versuchen Sie, die Problemfalle (Duden, OWID) zu erläutern (Zusammenhang mit/Auswirkungen auf WaZ-Regeln)!

- (23.11.) Dieser Satz ist eine Dauererinnerung an unsere „Hausaufgaben“ bis zum 29.11. (GZS Handout J. Aigner, Tests Fuhrhop, 5 Beispiele).

                 Der Leser dieses Satzes existiert nur dann, wenn er ihn liest.

- (23.11.) Antiqua (hier: Garamond) versus Fraktur (hier Old English):  Sowohl im europäischen als auch im deutschen Raum konkurrierten diese beiden Schrifttypen seit dem 16. Jh. für mehrere Jahrhunderte. Sehr grob dargestellt verhielt es in Deutschland so: Frakturschriften galten als „deutsch“ und Texte in der Volkssprache wurden bevorzugt in Fraktur gesetzt (aber es war nie vollständig so), während man Antiqua-Schriften vorwiegend für lateinische bzw. ausländische Texte verwendete. Es war jedoch in der Verwendungspraxis wesentlich komplexer. Spätestens im 19./20. Jh. setzt sich im europäischen Raum die Antiquaschriften als „moderner“ durch (so auch in den ehedem frankturfreundlicheren Ländern Norwegen und Dänemark). Das war wohl auch der Grund für den NSDAP-Erlass vom Januar 1941, in dem die Fraktur als „undeutsch“ abgelehnt wird – man versprach sich, die Regime-Ideen mittels Antiqua-Schriften besser in andere Länder zu vermitteln. Das war das Aus für die Frakturschriften in Deutschland. – Als der „leipziger lehrerverband“ 1931 für Antiqua als Normalschrift plädierte, galt Fraktur noch als angemessene deutsche Schrift.

- (17.11.) Handout von Marina Pantele zum Thema Schriftsysteme

- (13.11.) Handout von Johannes Aigner zum Thema GZS

- (9.11.) Neues zur Hauptseminararbeit: S. unten gelbe Markierung!

- (7.11.) Handout von Robert Hortig zum Thema Komma

- (30.10.) Update Referate & Termine!

- (18.10.) AG-Liste mit Namen und Terminplan aktualisiert!

- Melden Sie sich bitte im LSF für dieses HS an. Wählen Sie aus der Themenliste unten zwei Themen aus, priorisieren Sie diese (z. B.: 1. GKS, 2. Komma) und senden Sie mir eine E-Mail mit Ihrer Wahl!

   Bitte lesen Sie dazu unbedingt die allgemeinen und speziell für Ihr Thema relevanten Ausführungen unserem HS-Handout (Download unter Punkt 2)!

- Die Themen werden im HS teils als Referate (ca. 20 Min., ist ein bisschen vom Thema abhängig), teils als von Expertengruppen oder, je nach Teilnehmerzahl, auch nur von einer Expertin/einem Experten (und mir) geleitete Sitzungseinheiten präsentiert werden.

Wichtig: Im HS-Handout finden Sie Näheres dazu, wie ich mir die Sitzungsgestaltung (Möglichkeiten) vorstelle. Eigene Ideen sind aber auch gerne gesehen!

- In einer Expertengruppensitzung spielen Datenanalysen und -diskussionen eine zentrale(re) Rolle. Sie sollten die Daten, die Sie im Seminarhandout unter Punkt 2 finden, in möglichst wenige scharfe, linguistisch begründete Kategorien einteilen! Und Sie sollten versuchen (es wird nicht immer gelingen, dazu ist dann die Seminardiskussion da), bei jedem Datum linguistisch (phonologisch, morphologisch, syntaktisch usw.) zu argumentieren, weshalb man so schreibt – und ggf., weshalb eine Alternativschreibung grammatisch möglich oder aber ausgeschlossen ist. Beispiel:

            (1) Gute-Laune-Musik (*Gutelaunemusik)

            (2) Sommerlaunemusik (*Sommer-Laune-Musik)

Erläuterung: In (1) wird mit gute Laune eine Wortgruppe, eine NP, als Determinans eines Determinativkompositums verwendet (also [[[gute]A [Laune]N]NP MusikN]N),. Diese Verwendung wird durch Bindestrich(e) markiert. In (2) weist das Determinans zwar auch zwei Konstituenten auf (also [[[Sommer]N [Laune]N]N MusikN]N), diese sind jedoch Teile des Substantivkompositums Sommerlaune. Also: Ist das Determinans eine Wortgruppe/Phrase bzw. syntaktischer Abkunft, dann Divis; ist es morphologisch, dann kein Divis.

- Etwas Zeit zum Diskutieren sollte immer sein, bei Referaten und bei Datenanalysen!

- Generell lege ich Wert auf „lebendige“ Sitzungen, d. h. ich werde mich mit Fragen einmischen, die übrigen Seminarteilnehmer hoffentlich auch! Sie werden sehen, dass das Spaß macht!

- Sollte irgendetwas auf dieser Seite bzw. am HS-Konzept nicht klar sein, dann fragen Sie bitte zurück!

WICHTIG:           1. Bitte halten Sie mit mir eine Vorbesprechung Ihres Seminarbeitrags (üblich: persönliches Gespräch; zur Not: per Mail)!

2. Ich möchte Ihr Seminarhandout oder zumindest einen Rohentwurf davon ein paar Tage vorab ansehen (geht auch per Mail)!

3. Halten Sie bitte mit mir eine Vorbesprechung Ihrer schriftlichen Hausarbeit! (Bitte das Hauptseminarinfoblatt beachten, s. Punkt 3!)

 

2  Hauptseminar-Handout: Hier finden Sie die Themen und Referate  

Das Nachbeten von Rechtschreibregeln ist nicht Inhalt dieses HS. Wir wollen die Grammatik verstehen! Allenfalls können wir solche Regeln als Grundlage des Herausdestillierens mit heranziehen

(um die Regeln zu straffen, umzuschreiben und mit angemessener Grammatik zu versehen)!

3  HS-Anforderungen für den Leistungsnachweis: Mitmachen, mitdiskutieren und schriftliche Hausarbeit (Hauptseminararbeit)

Bitte beachten Sie die Zeichenzahlangaben (die Umfangsangaben) Ihres Studienganges für die HS-Arbeit! (Richtwert ca.: Zeichenzahl geteilt durch 2000 = Seitenzahl, z. B. 40.000/2.000 = ca. 20 Seiten reiner Text; wo nötig, sprechen wir das unter uns genauer ab)

Zum Thema Hauptseminararbeit: Bitte beachten Sie mein Hauptseminarinfoblatt! Beachten Sie die für Ihren Studiengang vorgeschriebenen Zeichenzahlen!

Ihre Hauptseminar-Hausarbeit sollte sich, doch muss sie sich nicht mit Ihrem AG-Thema befassen. Sollten Sie ein anderes Thema behandeln wollen, können Sie dies mit mir absprechen!

- Abgabetermin für HS-Arbeiten vor (!) dem Abschlusssemester: spätestens Montag, 8. April 2019, 12:00 (Zusendung Dateifassung)!

- Abgabetermin für HS-Arbeiten im (!) Abschlusssemester (Anmeldung BA, Staatsexamen): spätestens Freitag, 22. Februar 2019, 12:00 (Zusendung Dateifassung)!

WICHTIG:        Bitte reichen Sie die Dateifassung Ihrer Hausarbeit per E-Mail in einem der folgenden Formate ein: .doc, .docx, .pdf (bitte kein .odt)!

Am besten kann ich in MS WORD „korrigieren“ – und Sie können in Word leicht die Zeichenzahl bestimmen lassen.

Wichtig! Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist ausschließlich die für Sie maßgebliche Prüfungs- und Studienordnung in der gültigen Fassung.

- Für alle, die Beratung bzw. Anleitung bei der Abfassung schriftlicher wissenschaftlicher (Haus-)Arbeiten benötigen, empfehle ich die Kontaktaufnahme mit dem Schreibzentrum der Fakultät:

              http://www.sprach-und-literaturwissenschaften.uni-muenchen.de/studium/schreibzentrum/index.html


4  Optionale Materialien

    Wer eine Skizze des deutschen Schriftsystems zu Rate ziehen möchte, kann meinen Vorlesungstext mit heranziehen!

5  THEMENLISTE/AG-LISTE 
sowie Seminarablauf, Referatthemen (ausführlich in 2. Handout) und Teilnehmende 

Themen für Referate (und HS-Arbeiten):

Bitte senden Sie mir eine Mail, in der Sie mir Ihre Mitarbeit mitteilen. Wählen Sie zwei AGs aus und geben Sie Ihre Präferenz an (z. B. 1. AG Nr. …, 2. AG Nr. …)! Ich schreibe zurück, was es geworden ist!

Die Termine legen wir gemeinsam fest. Sie können aber, wenn Sie möchten, einen/zwei Wunschtermin/e schreiben.

Sollte Sie ein Thema beschäftigen, das im Folgenden nicht erwähnt ist, dann schreiben Sie mir bitte eine E-Mail. Meine Themenliste ist offen!

Die Gestaltung des Themas obliegt Ihnen. Wir müssen im Seminar nie alle Aspekte behandeln. Wählen Sie das Wichtige/Interessante aus! Denken Sie an die begrenzte Seminarzeit.

In Ihrer Seminararbeit können Sie dann ggf. mehr verarbeiten (oder ins Detail gehen).

Rot markierte Themen sind gesperrt beziehungsweise vergeben!

AG 1  Schriftsystem oberhalb der Elementareinheiten (Grapheme, Interpunkteme, …)    (Referat)

Zum Beispiel: Welche Eigenheiten prägen das deutsche Schriftsystem oberhalb der Schreibgrammatik? Ausrichtung des Schreibens? Seitenspiegel? Seitenunterteilung? Absatzbildung? Text- und Zeilenmodus?

AG 2  Grundlagen & Basiseinheiten     (Referat)    

2.1 Sind Buchstaben aus kleineren („graphetischen“) Einheiten zusammengesetzt?

2.2 Die Basiseinheiten: Was ist ein Graphem? Buchstabe und Graphem?     

2.3 Designbedingungen für Schreibeinheiten? Die graphematische Silbe, graphematischer Fuß und das graphematische Wort (im Deutschen)

 

AG 3 (Für Freaks): Alphabet-, Silben- und logographische Sprachen  (Referat)   Marina Pantele

Darstellung der Charakteristika dieser drei Systeme. (Mutige können stattdessen oder alternativ auch das japanische Schreibsystem vorstellen, das als eines der komplexesten gilt.)

 

AG 4   Silbische & morphologische Schreibungen   (Referate)    Cansel Karadag

4.1 Entwicklungen/Wandel silbischer/morphologischer Schreibungen in der deutschen Sprachgeschichte   

4.2 Morphemdifferenzierende Schreibungen (Lid/Lied, Seite/Saite – welche Fallgruppen gibt es überhaupt? Wann begann das?)     

AG 5  Groß- und Kleinschreibung (GKS)   (5.1, 5.2: Gruppe/Experte, Datenanalyse; 5.3, 5.4: Referat)   Pantelis Evangelopoulos

5.1 bei Substantiven oder bei NP-Köpfen? Tests für GKS und Problemfälle wie Doppelschreibungen oder Schreibungen, deren Begründung schwerfällt oder verfeinert werden muss (ohne Weiteres/ohne weiteres; des Weiteren/*des weiteren)   

5.2 GKS bei (substantivischen) Wortgruppen: der Rote Milan, das s/Schwarze Brett. Regularitäten (Bereiche der Lexik, z. B. die Schwarze/*schwarze Mamba, das Gelbe/gelbe Trikot, der schnelle/*Schnelle Brüter), Schwankungen (woran liegen diese?), Unklarheiten  

5.3  Diachron: Entwicklung der GKS im Deutschen      

5.4 Evtl. Vergleich der diachronen Substantivgroßschreibung in einigen europ. Sprachen (die bis aufs Deutsche wieder zurückgenommen wurde)  

 

AG 6  Getrennt- und Zusammenschreibung (GZS; Spatien(nicht)setzung)  (Gruppe/Experte, Datenanalyse)   

6.1 Struktur N + V (verbale Pseudokomposita und Ähnlichen): kopfrechnet/*?rechnet kopf, kopfstehen/steht kopf, eisläuft/läuft eis, brustschwimmt/Brust schwimmt, Zeitung liest/*zeitungliest. Subklassenbildung? (Ggf.: Herkunft der Schreibungen?)        Johannes Aigner

6.2 Univerbierungen (zu Gunsten/zugunsten, eben()dieser, infolge()dessen, ob ... wohl --> obwohl (sofern nicht von Herrn Aigner bearbeitet à ggf. abklären)

6.3 Struktur N + Adj: Öl fördernd/ölfördernd, *Freude strahlend/freudestrahlend   

 

AG 7  Der Apostroph    (7.1: Gruppe/Experte, Datenanalyse; 7.2 Referat)

7.1 Funktion(en) des Apostrophs (synchron); Probleme? Apostrophierungen wie Willi’s Würstlbude, die Sofa’s, CD’s, CD’chen, montag’s?    Rebekka Lang  

7.2 Entwicklung der Apostrophschreibung (diachron)   

 

AG 8  Das Divis (der Viertelgeviertstrich)     (Gruppe/Experte, Datenanalyse)       Felippe Baldissera 

-  als wortgliederndes Zeichen (Ich-AG, 12-teilig, Druck(-)er(-)zeugnis)

-  Nominale Schreibungen wie das Als-ob, *Hin-und-Her, In-Kraft-Treten/Inkrafttreten etc.

- Divis in Koordinationsstrukturen (Warenein- und ausgang, be- und entladen, *Schül- und Lehrer)

 

AG 9  Die Worttrennung am Zeilenende      (9.1 Gruppe/Experte, Datenanalyse; 9.2 Referat)  

9.1 Optimalitätstheoretische Analyse von Geilfuß-Wolfgang (2007), ggf. im Vergleich zu den Rechtschreib(rat)regeln. Ausprobieren an trennschwierigen Wörtern (Daten)   Carina de Vries

9.2 Entwicklung/Geschichte der Worttrennung im Dt. nach Hermann (2017) (Referat)

 

AG 10  Das Komma     (10.1: Gruppe/Experte, Datenanalyse; 10.2: Referat)

10.1 Kommasetzung (synchron) und „falsche Kommas“ (z. B. Komma nach langen nicht-satzwertigen Phrasen im Vorfeld)       Robert Hortig

       Daten u. a. hier in meinem Übungsblatt zur Kommasetzung im Deutschen!

     - Das (obligatorische/fakultative) Komma bei Infinitivkonstruktionen     

      - Zur Austauschbarkeit (?) von <, ,>, <- -> und <( )> bei "Parenthesen" etc.   

10.2 Entwicklung und Wandel in der Kommasetzung (diachron)     

 

AG 11 Der Doppelpunkt      (Experte, Datenanalyse)     Lena Singler

- Verwendung (empirisch, z. B. welche sprachlichen Einheiten/Muster doppelpunktiert werden) und Funktionen (Herausstellung etc.)  

 

AG 12  Das bzw. die Anführungszeichen (<„“> und <‚ ’>      (Experte, Daten und Referat)     Ekaterina Voronova

- Funktion(en) von Anführungszeichen; empirisch: Analyse konkreten Anführungszeichengebrauchs; zur Gestalt deutscher Anführungszeichen („neunundneunzig unten, sechsundsechzig oben“, Guillemets etc.) 

 

AG 13  Ausrufe- und Fragezeichen (Experte, Datenanalyse oder Referat)   Esra Tuncer

<!> und <?> schließen wie der Punkt (<.>) einen Ganzsatz syntaktisch ab (es sind ja auch Punkte – eben mit Erweiterung). Welche Funktionen kommen beiden Zeichen über diese Funktion hinaus zu?

 

AG 14  Die Entwicklung von einer eher schreiber- zu einer leserbezogenen Schreibperspektive im Deutschen   (Referat)    Alexandra Peteratzinger

12  Die Entwicklung der leserbezogenen Schreibperspektive im Deutschen: PGK, silbische, morphologische, syntaktische Schreibungen

- Welche Entwicklungen gibt es Richtung Leserorientierung seit dem Mhd./Frühnhd.?  

Abbau von Nasalstrich etc., Abbau von Schreibvarianten (sein, seyn) usw.

AG 15  Die Diskussion um Rechtschreibreformen und zu reformierende Schreibphänomene     (Referat)     Philip Palzer, Arzu Sazanlar

- Vergleich der Rechtschreibung 1901/02, 1996, 2006 (ggf. in Auswahl das Interessanteste)   

- Diskussion bestimmter Fälle/Fallgruppen

 

AG 16  Gendergerechtes bzw. geschlechtssensibles Schreiben    (Referat, mit Datenanalyse)   Hannah Roloff

Achtung: „Gefährliches“ Thema! Bitte linguistisch herangehen!

Das Binnen-<I> (StudentInnen), Schrägstriche, Klammern, Gendersternchen, Schreibungen mit <x> etc.

Eventuell: Schreibungen wie man/frau/mensch

Mögliche Unterfragen: Welche wiss. Erkenntnisse (Experimente etc.) gibt es, dass die Schreibung bzw. die Grammatik die Gendersicht beeinflusst? Was bevorzugen Frauen? Gibt es Kommentare der LeserInnen von „Szenemedien“, in denen gendersensible Schreibungen verwendet werden?

AG 17  Schreibung und „Schreibexperimente“ in frühneuhochdeutscher Zeit    (Referat)

Für Freaks und Kenner (ich bin keiner) des Frühneuhochdeutschen (bzw. solchen, die das werden wollen) und seiner Schreibung

AG 18  Schriftspracherwerb (im Deutschen): Entwicklungsstadien; Lesen; Schreiben      Sinja Kühlenthal, Louisa Wulfken

Ich kenne mich darin zwar (noch) nicht aus, aber das Thema gehört dazu! Vor allem unter dem Aspekt, inwiefern empirische Untersuchungen des Erwerbs Rückwirkungen aus unsere schreibgrammatische Theoriebildung haben.

AG 19  Mittel zur Markierung wortstruktureller Informationen  

             Mögliche Spezialisierung: Strukturmarkierende Schreibungen in Kontaminationsbildungen

Normativ zulässig oder nicht – wir finden Markierungen wortstruktureller Informationen wie: Apostroph (Schlöss’chen), Bindestrich (Büchner-Preis), Klammern (Na(ck)tionalspieler), Majuskeln (GebäudeManagement), Spatien (Handball Turnier, Linsen Eintopf), Schriftauszeichnungen (SchreIBMaschine, Euromagazin) oder Verwendung von Sonderzeichen, Symbolen (T€uro) o. Ä.

AG 20  Abkürzungspunkt und Auslassungspunkte     Hannah Albrecht

AG 21  Schreibgrammatik als Produkt kultureller Evolution (für Mutige und Entdecker)

            Dieses an sich zentrale Thema sollte uns zu einer Theorie führen, wie sich eine Schreibgrammatik entwickelt. Gewiss nicht so, dass uns Rechtschreibkommissionen (die gab es früher ja nicht) jeweils Neuerungen vorschreiben. Wie breiten sich Neuerungen aus? Welche Initiatoren haben sie? Inwiefern bedeutet diese Entwicklung mehr, als die erlernte Schreibgrammatik einfach zu reproduzieren (so einfach ist es bestimmt nicht)? Welche evolutionären Tests bestehen Neuerungen? Und welche nicht (denn es setzen sich ja langfristig betrachtet meist grammatisch nachvollziehbare Neuerungen durch)? Wie laufen grammatische Pfade ab (exemplarisch, etwa beim Apostroph, der zunächst Auslassungen markierte und später morphologische Aufgaben übernahm)?

               Ich habe bisher noch keine Gesamttheorie gefunden und hatte selbst nicht die Gelegenheit, die Puzzleteile zusammenzufügen. Im Grunde wäre das Stoff für eine Abschlussarbeit (BA, Master, Diss.), aber man kann ja mal anfangen …

14  Schreibexperimente wie SchreIBMaschine; BahnCard; LeserInnen; Auszahlungs-Schein, Handy's, LKW's; Kopier Zentrum  

- Bereiche (Gruppen, Werbung; die Diskussion um sog. "Deppenschreibungen")  

- Schreibexperimente in der Literatur (Konkrete Lyrik? Autorenspezifische Schreibungen bei Arno Schmidt o. a.?)   

6  Terminplan für die HS-Vorträge

Wenn möglich, maximal zwei Referate pro Termin! „Rote Termine“ sind gesperrt!

                                   AG/Thema                                                        Referent(en)

I           18.10.              Organisatorisches & Einführendes               Schindler

II          25.10.              Wir werden sehen …                                     Schindler

III         08.11.              Komma (10.1)                                                Robert Hortig   Handout Komma

IV         15.11.              1. AG 3 Alphabetsprachen etc.                      Marina Pantele  Handout Schriftsysteme

                                   2. AG 6 GZS                                                    Johannes Aigner   Handout GZS

V          22.11.              AG 14 Perspektive Schreiber, Leser               Alexandra Peteratzinger

                                   AG 15 Diskussion Rechtschreibreformen     Philip Palzer, Arzu Sazanlar

VI         29.11.              AG 9.1 Worttrennung am Zeilenende           Carina de Vries

                                    & Wiederaufnahme GZS („Hausaufgabe“: Testbatterie Fuhrhop (Bsp. 9-13), in Herrn Aigners Handout!)

VII        06.12.              AG 18 Schriftspracherwerb                           Sinja Kühlenthal, Louisa Wulfken

VIII       13.12.              AG 11 Doppelpunkt                                       Lena Singler

                                   AG 13 Ausrufe- & Fragezeichen                    Esra Tuncer

IX         20.12.              AG 4 Silb. & morph. Schreibung                    Cansel Karadag

Jahreswende 2018/2019

X          10.01.              AG 7.1 Apostroph                                          Rebekka Lang

                                   AG 8 Divis                                                       Felippe Baldissera

XI         17.01.              AG 5 GKS                                                        Pantelis Evangelopoulos

                                   AG 20 Abk.-Pkt. & <…>                                  Hannah Albrecht

XII        24.01.              AG 12 Anführungszeichen                            Ekaterina Voronova

XIII       31.01.              AG 16: Gendergerechtes Schreiben              Hannah Roloff

XIV       07.02.              Wir werden sehen …             

 

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