Webseite von PD Dr. Wolfgang Schindler  


Hauptseminar "Probleme der Morphologie"
, Winter 2016/2017, Do. 16 – 18

 

 

Bitte melden Sie sich zunächst über das LSF an, dann lesen Sie bitte das Seminarhandout bzw. suchen sich zwei Themen aus der Themenliste unten aus (mit Präferenz, z. B. 1. Konfix, 2. Reduplikation)

und teilen Sie mir Ihre Themenwahl per E-Mail mit. Ich bestätige dann die Auswahl eines der beiden Themen!

Sollten Sie ein Thema vermissen, können Sie es gerne vorschlagen, wir überlegen dann …

Die Termine für die Referate können wir gemeinsam festlegen, kleinere Verlegungen wären möglich. Die Termine müssen nicht unbedingt wie unten aufeinanderfolgen (aber schön wäre es).

Anforderungen für den Leistungsnachweis: Mitmachen, mitdiskutieren, Referat und schriftliche Hausarbeit

 

1. Aktuelles

11.01. Zur Sitzung vom 09.02. hier die Übungen und eine Lösungsskizze zur hebräischen Morphologie

02.02. Daten und Modellierungsansätze zur deutschen Verbalflexion (unfertiges Paper)

30.01. Handout von Frau Meister zum Thema Divis

27.01. Handout von Frau Haller zur N-Deklination aus diachroner Perspektive

27.01. Zu zwei Blatt Papier kosten ... Der springende Punkt ist, dass in bestimmten Messkonstruktionen (Schema: Adj + Maß + Gemessenes bzw. Adj + NP-Kopf + Attribut (partitive Apposition)) zwar eine pluralische Semantik (im Beispiel, wie Sie richtig bemerkt hatten, zu sehen an zwei!) in der Kopf-NP vorliegt, dass aber das Kern-N (Blatt) nicht flektiert wie in zwei Blätter Papier, vgl. auch Ein Fass Bier kostet ... / Zwei Fass Bier kosten / Zwei Fässer Bier kosten! Während das unflektierte N nur als Maß dient, dient der PL auch für das Konkrete: Zwei Fässer/??Fass Bier fielen vom Lastwagen.

   à     Bitte nicht vergessen: Am 2.2. auch Besprechung, was in der letzten Sitzung am 9.2. geschehen soll!

22.01. In der letzten Sitzung kam die Frage auf, wie sich Divis-Verwendung und Anführungszeichen zueinander verhalten (Lady-Gaga-Konzert / „Lady Gaga“-Konzert / *Lady Gaga-Konzert ist ungrammatisch, weil im komplexen Wort kein Spatium vorkommen darf). Ich habe mich bei den Auslegungen der „Rechtschreibregeln“ umgetan und komme zu dem Schluss, dass umgebende Anführungszeichen die Verwendung von Bindestrichen fakultativ machen, so dass man auch sein „Ich kann alles besser“-Spruch (*sein Ich kann alles besser-Spruch, hier ist auch die Satzanfangsgroßschreibung von Ich ungrammatisch, da nicht durch Anführungszeichen bzw. Zitatcharakter legitimiert) schreiben kann. Ich lege das so aus, dass Anführungszeichen hier absichern, dass das Original unverändert zitiert wird. Deshalb genügt es, nach der von Anführungszeichen umgebenen Wortgruppe (auch wenn es ein Satz ist) nur ein Divis vor dem Grundwort des Kompositums zu setzen!

28.12. Zum 22.12. Die Verteilung der Betonung bei Lehnwörtern auf -ik (z. B. Sym.BO.lik vs. Ma.the.ma.TIK) wird hier erläutert: http://www.atlas-alltagssprache.de/politik/

16.12. Kurzes Paper zur OT: Verbpartizipien nach Rathert (2009)

9.12. Handout von Frau Schütz zum Thema Kontamination

8.12. Kleines Paper zum Thema Zusammenrückung

6.12. Handout von Frau Matthes zum Thema „Morphem“

2.12. Tollschocken ‚schlagen, verprügeln‘ geht in der erfundenen Jugendsprache Nadsat (https://de.wikipedia.org/wiki/Nadsat) in Stanley Kubricks Film „A clockwork orange“ bzw. in dem zugrundeliegenden Roman von A. Burgess wohl auf das russische Substantiv толчок (tolčok, ‚Schlag‘) zurück. Die Bildung Tollschock/tollschock(en) (Konvertat) ist im Dt. wohl klanglich nachempfunden und lädt zur Trennung von toll und Schock bzw. schock(en) ein, war aber ursprünglich nicht so zusammengesetzt, so dass eine Analyse mit Steigerung (toll ‚sehr‘ schocken) sekundär wäre.

      Zu ?unkrank vs. ungesund: Die Negation mit un- ist offenbar ein komplexes Kapitel, denn die „Regeln“, die ich gefunden habe, sind eher grob (auch E. Hentschel (1998): Negation und Interrogation, Tübingen,  Kap. 3.1.2 kommt zu diesem Befund). Also: Forschungsarbeiten müssen her!

     Zu gell: Dieser Diskursmarker bzw. diese (wie ich momentan bevorzuge) Diskurspartikel (weder syntaktisch noch semantisch in Einheit integriert, die das Element begleitet, Vorkommen v. a. am linken bzw. am rechten Rand, vermutlich Nach-Nachfeld) wird auf es gelte zurückgeführt. Gell wird auch in Zusammenhang mit tags/tag questions gebracht und zu Ausdrücken wie ne, nicht, nicht wahr gestellt. Gell ist hörerorientiert, steuert evtl. auch die Höreraufmerksamkeit, und dürfte u. a. der Sicherung von Übereinstimmung bzw. als Bestätigungsanforderung dienen (‚Ist es nicht so?‘), wobei Diskurse zu untersuchen sind (das wurde auch schon gemacht!), wie genau gell und Co. funktionieren.

24.11. Handout Herr Tauber zu den Partikelverben

17.11. Material zum Thema Analogie

27.10. Denkaufgabe für den 3.11.: Liegt in flirren, flimmern, flattern, flackern mit fl- ein (Allomorph eines) Morphem(s) mit einer Bedeutung ‚sich hin und her bewegen‘ vor?

27.10. Lösungsskizze monere etc.

20.10. Handout lateinische Verben Analyse

01.09.: Kleine Anregung zur Stoffsammlung für HS-Referat bzw. HS-Arbeit (unfertig)


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Abgabetermine für die Hausarbeiten:

       1. Spätester Abgabetermin für HS-Arbeiten im modularisierten Studium (OHNE anschließende Anmeldung zur BA-Arbeit): Freitag, 07. April 2017, 12:00 Uhr!      

       2. Spätester Abgabetermin für HS-Arbeiten im modularisierten Studium BA/MA im Abschlusssemester (MIT anschließender Anmeldung zur BA-Arbeit): Montag, 20. Februar, 12:00 Uhr!

                  Für die Fälle 1. und 2. gibt es wegen der LSF-Deadlines keinen Verhandlungsspielraum!

       Sollte es hier nicht erfasste Fälle geben, sprechen Sie bitte baldmöglichst mit mir, wie wir das handhaben!

Bitte reichen Sie Ihre Hauptseminararbeiten sowohl in Dateifassung (bevorzugt: .doc, .docx, .pdf: per E-Mail an meine Dienstmailadresse) als auch in gedruckter Fassung (abgeben am/im Studentensekretariat Schelling 3 RG, 304, z. B. in den Holzbriefkasten an der Tür werfen, nicht vergessen, meinen Namen anzugeben, damit die Arbeit in mein Postfach gelegt wird) ein!

Vergessen Sie bei Ihrer Arbeit die übliche "Obligatorische Erklärung zu Seminararbeiten im Department I" nicht!

"Stilblätter" finden Sie auf meiner Seite Infos/Informationen unter I.3. Lesen Sie mein Stilblatt mit Hinweisen auf beobachtete Schwächen in Abschlussarbeiten (hier klicken)!

2. Hauptseminar-Handout: Hier finden Sie die Themen (die stehen aber auch unten in 4.!) und Referate

   
3. Optionale Materialien

     - PS-Handout W. Schindler Morphologie


4. Seminarablauf, Themen
(ausführlich in 2. Handout) und Referent/inn/en.


15 Termine:  20.10., 27.10., 03.11., 10.11., 17.11., 24.11., 01.12., 08.12., 15.12., 22.12.16, 13.01.17, 20.01., 27.01., 02.02., 09.02.

Termin            Thema                                                                                                                                    Referent/inn/en

20.10.             Organisatorisches und Einführendes                                                                                    

27.10.             Was ist ein Morphem?                                                                                                           Andrea Matthes                

03.11.             Steigerungsbildungen? Benötigt man Affixoide?                                                                  Aline Eichhorn

                        Was ist ein Konfix?                                                                                                                Alexandra Armbruster

10.11.             Fugen(elemente)                                                                                                                        Sebastian Changen Tu

17.11.             Analogie in der Morphologie                                                                                                 Layla Odeh

24.11.              Gehören Partikelverben zur Syntax und/oder zur Morphologie oder zu beidem?              Niklas Tauber

                        Was sind verbale Pseudokomposita (VPK)?                                                                         Jakob Liebig

01.12               Ungewöhnliche Wortbildungen des Deutschen                                                                   Janine Springer

                        Reduplikation                                                                                                                        Schindler

08.12.             Wortkreuzung (Kontamination)                                                                                             Lisa Schütz

                        Zusammenrückung                                                                                                               Etlantida Hasi

15.12.             Was ist eine implizite Derivation/innere Ableitung?                                                           Alisa Hese

                        Optimalitätstheorie (OT)                                                                                                      Alexandra Gerofaka, Johanna Krins

22.12.16          Derivations- und Kompositionsakzent                                                                                  Scarlett André

12.01.17          Substantivplural: Datenanalyse und vorläufige Folgerungen                                              Schindler

19.01.              Morphologie und die Setzung wortinterner Bindestriche/Divise                                         Tanja Meister

26.01.             Der Umbau des morphologischen Systems im Frühneuhochdeutschen (in Auswahl)            Karoline Haller

02.02.             Zur Analyse deutscher Verbflexionsparadigmen                                                                   Schindler

09.02.             Wir werden sehen und noch besprechen, was wir heute ...

 

                                                                                                            

                        8 Umbau des morphologischen Systems im Frühneuhochdeutschen                       

 

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